Häufig gestellte Fragen und Antworten

1. Schweizer Unternehmen sind innovativ und behaupten sich erfolgreich im globalen Wettbewerb. Warum braucht es die Stiftung Pro Zukunftsfonds Schweiz?

Im traditionellen industriellen Sektor werden Arbeitsplätze in Wachstumsmärkte verlagert und in der Schweiz abgebaut. Mit der Digitalisierung und Robotik werden sich Wettbewerb und Geschäftsmodelle weiter dramatisch verändern. Der Rohstoff der Schweiz ist ihr Know-how; will sie im internationalen Wettbewerb künftig mithalten, muss sie auf ihre Innovationskraft setzten. Dafür können und müssen die wirtschaftlichen Voraussetzungen und Rahmenbedingungen verbessert werden. Die Stiftung setzt sich ein für mehr Risikokapital, für optimale Rahmenbedingungen für Jungunternehmen und für die Förderung des Unternehmertums – zum Nutzen künftiger Generationen und deren Arbeitsplätze.

2. Die Schweiz liegt heute schon, gemessen in Forschungsausgaben und Patenten pro Kopf der Bevölkerung, an der Spitze; warum also der ganze Aufwand?

Die Schweiz ist in Bildung und Forschung tatsächlich Weltspitze und investiert überdurchschnittlich in ihr Bildungssystem und ihre Forschungsinstitutionen. Doch die Früchte dieser Investitionen, nämlich die Patente, sind erst dann eigentliche Innovation, wenn sie in Produkte und Dienstleistungen umgesetzt und erfolgreich am Markt durchgesetzt werden. Heute müssen innovative Jungunternehmen an der Spitze der technischen Entwicklung ins Ausland abwandern, um für die kostenintensive Entwicklungsphase genügend Betriebsstoff bzw. Risikokapital zu erhalten.

3. Was meint die Politik zum Anliegen der Stiftung Pro Zukunftsfonds Schweiz?

National- und Ständerat haben die Motion Graber verabschiedet und der Bundesrat hat den entsprechenden Auftrag zu deren Umsetzung entgegengenommen. Die Motion Graber fordert, dass Langfristanlagen von Pensionskassen in zukunftsträchtige Technologien investiert werden und dazu ein Zukunftsfonds Schweiz geschaffen wird. Das Postulat Derder, das eine Verbesserung der Rahmenbedingungen für Jungunternehmen fordert, wird ebenfalls vom Bundesrat unterstützt. Am 12. Oktober 2016 haben die Bunderäte Johann Schneider-Ammann (Eidgenössisches Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung) und Alain Berset (Eidgenössisches Departement des Innern) die Spitzen des Schweizerischen Pensionskassenverbands (ASIP), der Schweizerischen Bankiervereinigung (SPVg), des Schweizerischen Versicherungsverbands (SVV) und die Vertreter von vier Fondsprojekten, unter anderem Nationalrat Fathi Derder als Präsident der Stiftung Pro Zukunftsfonds Schweiz, zu einem Roundtable eingeladen. Sie haben mit ihnen eine gemeinsame Erklärung zur Förderung von wachstumsstarken Jungunternehmen unterzeichnet. Das Bundesamt für Sozialversicherung (BSV) unterstützt die Ziele der Motion Graber mit Anlässen für Vertreter von Pensionskassen und Fondsanbietern.

4. Schweizer Start-up-Unternehmen werden ausreichend finanziert. Warum braucht es einen zusätzlichen Fonds?

In der Start-up-Phase, also für die Startfinanzierung von Jungunternehmen, stehen in der Schweiz in der Tat genügend Mittel zur Verfügung. Der Finanzierungsengpass ergibt sich in der Wachstumsphase, wo der Mittelbedarf weit höher ist, um Ideen in Produkte zu entwickeln und erfolgreich im Markt einzuführen. Für Start-ups gibt es also ausreichend, in der nachfolgenden Entwicklungsphase dagegen zu wenig Risikokapital.

5. Gibt es in der Schweiz nicht schon genügend Risikokapital?

Schweizer Dachfondsgesellschaften investieren, dem Gesetz der Risikoverteilung folgend, in Dutzende von Venture-Capital-Gesellschaften in zahlreichen Ländern. Der grösste Teil gelangt in den Venture-Capital-Sektor angelsächsischer Länder, allen voran ins Silicon Valley, weil dort professionelle Venture-Capital-Experten und erfolgreiche Venture-Fonds die erforderliche Risikoverteilung ermöglichen. Schweizer Risikokapital wird also exportiert, während mehr als die Hälfte aller Venture-Capital-Investitionen in der Schweiz aus dem Ausland kommen. Verglichen mit führenden Nationen und gemessen an den volkswirtschaftlichen Ersparnissen steht den Schweizer Jungunternehmen für die Wachstumsphase zu wenig Risikokaptal zur Verfügung.

6. Die Schweiz ist im internationalen Vergleich Sparweltmeister. Werden die Ersparnisse nicht automatisch investiert?

Die Schweiz spart rund 30 Prozent ihres Volkseinkommens. Zwei Drittel dieser Ersparnisse fliessen in kollektive Spartöpfe, vor allem in Pensionskassen und Lebensversicherungen. Diese Ersparnisse finden jedoch nicht mehr den Weg in direkt produktive, wertschöpfende Anlagen. Die Altersvorsorge (AHV) und das Obligatorium 2. Säule (Pensionskassen) sind wichtige Errungenschaften des Sozialstaates, doch die heute rund 850 Milliarden Franken, die in den kollektiven Spartöpfen vorhanden sind, gelangen nur sehr beschränkt in den Arbeitsplätze schaffenden Kreislauf. Mit nur einem Prozent der jährlichen Neugelder, die den kollektiven Spartöpfen zufliessen, liesse sich die Investitionslücke schliessen.

7. Warum investiert die Schweiz trotz hoher Ersparnissen nicht vermehrt in Venture Capital?

In der Schweiz hatte es bis zur Jahrhundertwende praktisch keine Intermediäre für Risikokapital. Die erforderlichen, langfristig zur Verfügung stehenden Ersparnisse befinden sich vorwiegend in kollektiven Spartöpfen (Pensionskassen und Lebensversicherungen). Die meisten der rund 2000 Pensionskassen der Schweiz sind aber viel zu klein, um erstens die für Direktinvestitionen erforderlichen Fachkräfte zu bezahlen und zweitens genügend zu investieren, um eine angemessene Risikoverteilung zu erreichen. Ein grosser Dachfonds offeriert die notwendige Risikoverteilung und verursacht bedeutend tiefere Kosten.

8. Die Pensionskassen investieren doch heute schon in die Wirtschaft, warum sollen sie darüber hinaus Risikokapital bereitstellen?

Die Schweizer Pensionskassen stecken die Mittel ihrer Versicherten primär in Schuldverschreibungen (im heutigen Zinsumfeld hochriskant), in Immobilen (fördert eine gefährliche Preisspirale) und in Aktien hochkapitalisierter Unternehmen (entspricht Eigentumswechsel statt Innovationsförderung). Heute werden nur 0.02 Prozent der Mittel der Schweizer Pensionskassenmittel in Venture-Capital investiert. In den USA investieren Pensionskassen bist zu 5 % ihrer Anlagen in Venture-Capital-Fonds – sie tun dies mit einer langfristigen Perspektive und überdurchschnittlicher Rendite.

9. Sind Risikokapital-Investitionen für Pensionskassen nicht zu riskant?

Die einzelne Investition in ein Jungunternehmen ist tatsächlich mit hohem Verlustrisiko verbunden, in der Regel haben nur 5 von 100 Unternehmen grossen Erfolg, diese kompensieren aber den Misserfolg der anderen. Streut man die Mittel über 100 professionell ausgesuchte Investitionen, normalisiert sich das Gewinn-/Verlustrisiko. Beispiel für diese erfolgreiche Risikoverteilung sind Versicherungsgesellschaften. Das Einzelrisiko lässt sich über die kritische Masse einer grossen Zahl von Policen abfedern. Der angestrebte Dachfonds ist vergleichbar mit einer Rückversicherung, die vom Einzelrisiko nicht mehr betroffen ist. Eine kleine Pensionskasse sollte also aus Risikogründen nicht in einzelne Venture-Capital-Produkte oder gar einzelne Jungfirmen investieren, sondern nur über einen Dachfonds, der in professionell geführte Venture-Fonds in zukunftsträchtigen Sektoren investiert.

10. Die Anlagen von Pensionskassen sind staatlich reglementiert. Dürfen sie in Venture-Capital investieren? Welche Auswirkungen haben anfängliche Verluste auf den Deckungsgrad?

Pensionskassen dürfen heute bis zu 5 Prozent ihrer Anlagen in sogenannte Alternative Anlagen tätigen. Zu dieser Asset-Klasse gehören auch Venture-Capital-Investitionen. Pensionskassen haben einen Leistungsauftrag mit Quartalsberichterstattung. Unter der Annahme von einem Risikokapital-Engagement unter einem Prozent der gesamten Anlagen hat das Ausbleiben einer Rendite in den ersten 10 Jahren eine minimale Auswirkung auf die einzelne Kasse. Dennoch wird dem Gesetzgeber vorgeschlagen, den Buchungsverlust zu neutralisieren und die Investition in Venture-Capital in den ersten 10 Jahren zum Einstandswert auszuweisen.

11. Verhindern staatliche Hindernisse Investitionen in Jungunternehmen?

Ja, vor allem bei Steuern wie Stempelsteuer, Vermögenssteuer, Verlustvortragsperiode und Progression, zudem aber auch bei den buchhalterischen Bewertungsregeln. So kann z.B. Beton (in Bauten) kapitalisiert werden, intellektuelles Eigentum aber nicht. Ein Pensionskassenverwalter muss deshalb bis 10 Jahre lang seine Venture-Capital-Investition als Verlustposten führen, weshalb er diese wirtschaftlich attraktive Form der Investition scheut. Paradoxerweise bevorzugt unser Steuersystem Schulden gegenüber Kapital.

12. Gibt es in der Schweiz genügend förderungswürdige Jungunternehmen und Projekte? Ist es nicht zu riskant, nur in Schweizer Jungunternehmen zu investieren?

Es gibt genügend Ideen und Patente, aber zu wenig elaborierte Projekte, weil es zu wenig Venture-Capital-Gesellschaften gibt, welche die Projekte definieren, strukturieren und damit Ideen zu machbaren, aussichtsreichen Projekten formen. Das erfordert viel Können,  Arbeit und andere Fähigkeiten als jene der Forscher und Erfinder. Aus „Projektideen“ gute Projekte zu machen erfordert hochqualifizierte, erfahrene Experten. Wie im Silicon Valley wird das Kapital des Zukunftsfonds Schweiz auch ausländische Jungunternehmen anziehen, vor allem aus den risikokapitalscheuen kontinentaleuropäischen Ländern. Dasselbe gilt für Venture-Capital-Gesellschaften. Diese Sogwirkung ermöglicht es dem Zukunftsfonds Schweiz, mindestens 50 Prozent der Anlagen in Jungunternehmen in der Schweiz zu tätigen. Aus Gründen der Risikoverteilung und Vernetzung können die restlichen 49 Prozent im Ausland, primär in Europa, investiert werden.

13. Welche Jungunternehmen sollen gefördert werden?

Beim Zukunftsfonds Schweiz geht es nicht um die generelle Finanzierung von Jungunternehmen. Dafür haben gibt es die Banken. Es geht um Beratung, Betreuung und Finanzierung innovativer Jungunternehmen an der Spitze des technischen Fortschritts, welche 10-12 Jahre in Unsicherheit leben und in dieser Periode in der Regel keine Gewinne schreiben. Für so langfristiges und für die Zukunft vitales Kapital gibt es zwei grosse kollektive Spartöpfe: Lebensversicherungen und Pensionskassen, die über langfristige Spargelder (bis zu 40-Jahren) verfügen.

14. Hat die Schweiz genügend Nachfrage für einen CHF 500 Mio. Fonds?

Im Jahr 2016 wurden VC-Projekte im Umfang von mehr als CHF 907 Mio. finanziert. Der Biotech-Sektor allein beanspruchte über CHF 300 Mio. und der Nachfragetrend ist in den letzten Jahren stark steigend. Sobald bekannt wird, dass es in der Schweiz Venture-Capital gibt, werden viele Venture-Capital-Gesellschaften in die Schweiz pilgern, so wie sie heute ins Silicon Valley gehen.

15. Sind Venture-Capital-Investitionen attraktiv?

Über 60 Prozent aller Venture-Capital-Investitionen in der Schweiz wurden von ausländischem Venture-Capital finanziert; offenbar ist die Schweiz ein fruchtbarer Boden für zukunftsträchtige Technologien. Eine grosse Anzahl von Schweizer Jungunternehmern emigrieren, um im Ausland, vor allem in den USA, finanziert zu werden. Die Schweiz bringt viele attraktive Jungunternehmen hervor.

Der Jahresdurchschnitt der Rendite amerikanischer Venture-Capital-Investitionen beträgt in den letzten 30 Jahren 17 Prozent (Index). In der Schweiz gibt es seit der Jahrhundertwende professionell geführte Venture-Capital-Gesellschaften. Da die Investitionen der ersten 10 Jahre als Verlust verbucht werden, ist die Durchschnittsrendite der ersten 16 Jahre vorläufig noch tiefer als in den USA.

16. Warum verursachen Venture-Capital-Investitionen hohe Kosten (TER)?

Während der Aktienkauf an der Börse geringe Courtage verursacht, sind Direktinvestitionen in die wertschöpfende, arbeitsplatzschaffende Realwirtschaft sehr aufwendig. Eine Venture-Capital-Gesellschaft analysiert beispielsweise in der Vorselektion 100 Projekte; nach der Selektion noch deren 10, aus welchen sie dann das beste Projekt auswählt, dieses finanziert und betreut. Entscheidend ist aber nicht das TER, sondern die Rendite.

17. Wird ein Dachfonds die Kosten nicht unnötigerweise verteuern?

Dank der Grösse und der breiten Streuung wirkt der Dachfonds wie eine Versicherung, die Kommission wie eine Versicherungsprämie.

18. Warum braucht es Venture-Capitalists als Intermediäre von Risikokapital?

Das nun rund 50-jährige Venture-Capital-System hat sich in freien Marktwirtschaften, vor allem in angelsächsischen Ländern, als ideales Instrument für zukunftsträchtige Direktinvestitionen in die Realwirtschaft bewährt.

19. Warum soll der Zukunftsfonds Schweiz nur in Jungunternehmen an der Spitze des technischen Fortschritts investieren?

Der Schweizer Wohlstand basiert weitgehend auf dem Export hochwertiger und einzigartiger Produkte in Sektoren, wo die Schweizer Volkswirtschaft über Jahrzehnte Milliarden in Forschung und Entwicklung investiert hat und im internationalen Vergleich an der Spitze des technischen Fortschritts liegt.

Die tüchtige asiatische Konkurrenz hat in den letzten zwei Jahrzenten durch Kopieren stark aufgeholt und es ist absehbar, dass sie in 10 bis 20 Jahren heutige Schweizer Produkte zu tieferen Kosten herstellen kann. Um den Wohlstand zu halten, muss die Schweiz verstärkt in zukunftsträchtige, wertschöpfende Produkte, Systeme und Dienstleistungen investieren.

Vor 50 Jahren gab es 90 Prozent unserer heutigen Produkte noch nicht, und niemand hätte damals gedacht, wie sie die Welt verändern werden (Beispiel Mobiltelefon). An unseren erstklassigen Technischen Hochschulen werden täglich Ideen geboren, welche dank Jungunternehmen und Venture-Capital für die nächste Generation Arbeitsplätze schaffen werden.

20. Warum investiert Israel rund US$ 4.5 Mrd. pro Jahr in Risikokapital und die reiche Schweiz nur 700 Mio.?

In der Tat hat sich der Innovationswettbewerb global verschärft. Laut dem ETH-Präsidenten Prof. Dr. Patrick Aebischer fehlt es in der Schweiz am politischen Willen, Absichtserklärungen in die Tat umzusetzen. Vom Parlament wurde die Motion Graber (Vorschlag Zukunftsfonds Schweiz) bereits 2014 ohne Gegenstimme verabschiedet. Viel geschehen ist seither nicht; die Mühlen der Bürokratie mahlen langsam, hoffentlich nicht zu langsam.

21. Wie lange ist die Durststrecke, bis Investitionen in Venture-Capital Früchte tragen bzw. eine Rendite abwerfen?

In den ersten 10-12 Jahren müssen Investitionen in zukunftsträchtige Innovationen an der Spitze des technischen Fortschritts in der Schweiz als Verluste verbucht werden. Schweizer Pensionskassen haben einen sehr kurzfristigen Anlagehorizont, im Gegensatz etwa zu US-amerikanischen, kanadischen oder schwedischen Vorsorgeeirichtungen mit erheblich längerer Anlageperspektive. Für Pensionskassen, die das Kapital eines Versicherten über 40 Jahre anlegen, sind 10-12 Jahre „Verlust“ tragbar. In den folgenden 28 Jahre erzielen sie, auch unter Berücksichtigung der ersten Verlustjahre, eine ansprechende Durchschnittsrendite.

22. In welche Sektoren bzw. Branchen soll investiert werden?

In Bereiche, in denen die Schweiz schon gut positioniert ist auf Grund bestehender industrieller Tätigkeit, und auch in Bereiche, wo wegen des vielversprechenden Outputs ihrer Forschungsinstitutionen die Chancen für die Zukunft liegen. Im Vordergrund stehen Jungunternehmen in den Sektoren Energie & Greentech, neue Materialien und Werkstoffe, Nanotechnologie, IT & Robotik, Biotechnologie & Lifescience sowie Medizinaltechnik. Diese Auswahl kann vom Verwaltungsrat des Dachfonds von Zeit zu Zeit angepasst werden.

23. Wer entscheidet, in welche Sektoren und Jungunternehmen investiert werden soll?

Der Verwaltungsrat der Zukunftsfonds Schweiz KgK. Diese bestimmt die Strategie und besteht aus Mitgliedern, welche sich mit der Entwicklung der innovativen Technologien beschäftigen, aus Visionären, welche heute noch nicht existierende Technologien antizipieren; zudem aus Unternehmern sowie Vertretern der Investoren und der Rechts- und Finanzbranche. Sie definieren die Investitionspolitik. Über die Zuteilung der Mittel an die VC-Gesellschaften entscheidet die vom Dachfonds ernannte Managementgesellschaft.

24. Ein Dachfonds ist teuer. Wie hoch sind die Kosten des Zukunftsfonds Schweiz?

Die professionelle Risikoverteilung verursacht die Kosten des Dachfonds, das gilt z.B. auch für Versicherungsgesellschaften, welche dafür eine Prämie erhalten. Die Risikoverteilungsfunktion schützt vor Schaden und ermöglicht institutionellen Investoren Investitionen in die Zukunft. Der Dachfonds inkl. Managementgesellschaft, welche die Mittel den verschiedenen Venture-Capital-Gesellschaften zuteilt, dürfte im Durchschnitt der ersten 10 Jahre knapp 0,5 Prozent kosten, das Management der Venture-Capital-Gesellschaften etwa 1,5 Prozent, gleich viel wie die Aktienfonds von Banken. Voraussetzung für das relativ tiefe Kostenniveau sind kritische Masse bzw. die Fondsgrösse.

25. Wie ist der Zukunftsfonds Schweiz organisiert?

Der Dachfonds investiert über die Managementgesellschaft in spezialisierte Venture-Capital-Gesellschaften in den einzelnen Sektoren. Die VC-Gesellschaften ihrerseits investieren in die späte Entwicklungsphase vielversprechender Jungfirmen. Der Dachfonds ist eine Kommanditgesellschaft. Im Verwaltungsrat des Dachfonds, welcher die Strategie vorgibt, sind sowohl Vertreter der Investoren wie auch Experten, welche an der Spitze der technischen Entwicklung tätig sind. Mit einem Managementvertrag wird die Geschäftsführung an eine professionelle Managementgesellschaft delegiert. Die nachfolgende Graphik veranschaulicht die Organisationsstruktur:

Organisationsstruktur Zukunftsfonds Schweiz